29.08.2017

Umwelttechnik BW unterstützt Vorhaben zur sortenreinen Trennung von Verpackungsabfällen

Unter der Leitung der Hochschule Pforzheim ist ein neues Forschungsvorhaben zur innovativen Sortierung von Kunststoffabfällen gestartet. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt soll ein neues Sortier- und Recyclingsystem mittels fluoreszierenden Markern in Verpackungen erforschen. Die Technologie dafür stammt vom Freiburger Unternehmen Polysecure GmbH, bei welchem mit weiteren Partnern die Anlage für diese Sortiertechnik entsteht. Die Professoren Dr.-Ing. Claus Lang-Koetz und Dr.-Ing. Jörg Woidasky der Hochschule Pforzheim haben dabei die werkstoffliche Kreislaufführung von Kunststoffverpackungen zum Ziel. Bisher kann ein Großteil von Verpackungen nicht sortenrein getrennt und dem ursprünglichen Einsatz zugeführt werden, sondern wird thermisch verwertet, also verbrannt.

Weitere Partner des Vorhabens sind die Firma Werner & Mertz GmbH (Mainz), das Unternehmen Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (Köln), das Institut für Mikrostrukturtechnik des Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Unterauftragnehmer CMO-SYS GmbH und Nägele Mechanik GmbH sowie als assoziierter Partner Umwelttechnik BW GmbH (Landesagentur für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz Baden-Württemberg). Umwelttechnik BW (UTBW) unterstützt in Baden-Württemberg innovative Ansätze zur ressourceneffizienten Kreislaufführung von Werkstoffen. Dem Projekt MaReK („Markerbasiertes Sortier- und Recyclingsystem für Kunststoffverpackungen“) stehen das Unternehmensnetzwerk und Veranstaltungsformate von UTBW zur Verfügung.

Basis des MaReK-Sortiersystems ist das sogenannte „Tracer-Based Sorting (TBS)“ von Polysecure. Die Weiterentwicklung der Fluoreszenz-Marker (Tracer) übernimmt der Forschungspartner KIT. In einem ersten Schritt werden Verpackungen der Marken FROSCH und EMSAL beim Projektpartner Werner & Mertz im Kunststoff selbst oder auf dem jeweiligen Etikett mit einem Markierungsstoff versehen. Der Hightech-Stoff zur Markierung hat fluoreszierende Eigenschaften und leuchtet beim Sortieren unter einem bestimmten Licht auf. Die Sortieranlage reagiert darauf und trennt die markierten Objekte aus. Unabhängig von Form, Farbe und Verschmutzung können so Kunststoffe getrennt und anschließend gezielt weiterverwertet werden. „Durch unsere Fluoreszenz-Marker können auch chemisch gleiche Kunststoffverpackungen schnell und sicher z.B. in Lebensmittel-konform und Lebensmittel-nicht-konform getrennt werden“, so Jochen Moesslein, der Geschäftsführer von Polysecure. “Ziel ist letztlich die Einhaltung der höheren Kunststoff-Verwertungsquoten ab 2020“, erklärt weiter Dr. Michael Heyde vom DSD – Der Grüne Punkt. So reduziert die TBS-Technologie den Einsatz an Primärrohstoffen und schont auf diese Weise die Umwelt.

BILDNACHWEIS: Polysecure GmbH

Autor

Florian Sorg

Quelle

PM Hochschule Pforzheim, 22.08.2017

Ansprechpartner

Florian Sorg

Florian
Sorg
Umwelttechnik BW GmbH
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