100 Betriebe für Ressourceneffizienz

Wer kann teilnehmen?

Bewerben können sich Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die Maßnahmen zur Steigerung der Material- und Energieeffizienz an einem Standort in Baden-Württemberg durchgeführt haben bzw. diese durchführen. Der Fokus liegt auf Materialeffizienz und innovativen Ansätzen zur Steigerung der Energieeffizienz. Ein Unternehmen kann auch mehrere Maßnahmen oder Standorte vorschlagen.

Die Maßnahme muss in Baden-Württemberg erfolgen.

Frühzeitige Einreichungen vor der Bewerbungsfrist sind erwünscht, da Sie im Vorlauf noch Korrekturen nach Rückmeldung durch die Landesagentur Umwelttechnik BW vornehmen können. Das verbessert Ihre Chancen auf eine auswertbare Einreichung.

Was wird von Ihnen erwartet?

Sie sollten bereit sein, Ihr Praxisbeispiel öffentlich zu beschreiben. Sie sollten die benötigten Informationen so liefern, dass die Maßnahme als interessanter und verständlicher Fall veröffentlicht werden kann. Wir stellen die Praxisbeispiele des Projekts öffentlich zur Verfügung − auf den Internetplattformen der Projektbeteiligten und der Allianzpartner, in Form von Printmedien und ggf. als Filme oder Präsentationen auf dem KONGRESS BW. Es werden nur Daten und unternehmensspezifische Beschreibungen veröffentlicht, die von den Unternehmen in Form und Umfang vorher freigegeben wurden. Es werden keine technischen Betriebsgeheimnisse veröffentlicht!

Es ist eine nachvollziehbare Erläuterung zur Maßnahme erforderlich, ebenso eine kurze Beschreibung Ihres Unternehmens, Ihrer Produktion und ggf. Ihrer Produkte.

Das Einsparpotenzial sollte quantifizierbar sein und somit die Bedeutung der Maßnahme unterstreichen. Das kann in Mengen eingesparter Energie oder eingesparten Materials erfolgen oder in eingesparten Kosten (absolut oder relativ) oder z. B. in reduzierten Treibhausgasemissionen inklusive Scope-3-Emissionen des eingesparten Materials. Falls erforderlich, unterstützen wir Sie bei der Kalkulation von Scope-3-Emissionen. Sie sollten bereit sein, Ihre Maßnahme bei Bedarf den Wissenschaftler*innen des Forschungsverbunds intern vorzustellen und zu erläutern. Weiterhin sollten Sie für wissenschaftliche anonymisierte Befragungen des Forschungsverbunds zur Verfügung stehen.

Wir bitten Sie für die Fallstudie um

  • verständliche und nachvollziehbare Textbeschreibung und veröffentlichungsfähige Bilder zur Maßnahme und kurze Beschreibungen Ihres Unternehmens, Ihrer Produktion und ggf. Ihrer Produkte,
  • die Einschätzung und Beschreibung des Innovationsgehalts Ihrer Ressourceneffizienz-Maßnahme selbst (mögliche Ansatzpunkte sind z. B. Angaben zu Veränderungen gegenüber herkömmlichen Verfahren),
  • die Quantifizierung des Einsparpotenzials, um somit die Bedeutung der Maßnahme zu zeigen (z. B. Mengen eingesparter Energie oder Material / eingesparte Kosten – absolut oder relativ/reduzierte Treibhausgasemissionen),
  • Bereitschaft, Ihre Maßnahme bei Bedarf den Wissenschaftler*innen des Forschungsverbunds intern vorzustellen und zu erläutern,
  • Bereitschaft, an wissenschaftlichen Befragungen des Forschungsverbunds teilzunehmen (anonymisierte und aggregierte Verwendung der Antworten).

Kontext

Wichtig sind die Breitenwirkung und die Übertragbarkeit der vorgestellten Maßnahmen sowie die Höhe der Einsparpotenziale und der Innovationsgrad. Auch Synergien zwischen Einsparpotenzialen in den Bereichen Material/Energie/Kosten und der Vermeidung von Umweltbelastungen (auch Klimaschutz) sind erwünscht.

Maßnahmen

Bei bereits erfolgten Maßnahmen sollten die Einsparungen in kg, kWh, EUR oder CO2 etc. quantifiziert werden. Außerdem sollten hier Angaben über die Aktualität, den Vorbildcharakter und den Diffusionsgrad der realisierten Maßnahme gemacht werden. Ideal wäre eine Vorher-Nachher-Darstellung, indem z. B. die prozentualen Einsparungen oder das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Maßnahme angegeben werden. Bei noch zu realisierenden Maßnahmen sollten Informationen zum erwarteten Einsparungspotenzial, dem eingeschätzten Innovationsgrad sowie darüber, ob eine innovative Methodik bzw. Durchführung der Maßnahme vorliegt, gegeben werden.

Wir bevorzugen Maßnahmen auf dem Stand von Wissenschaft und Technik als höchste Innovationsstufe. Maßnahmen auf dem Stand der Technik oder auch Maßnahmen, die die beste verfügbare Technik (BVT) darstellen, sollten vergleichsweise hohe Potenziale bergen bzw. ein sehr gutes Nutzen-Kosten-Verhältnis aufweisen. Maßnahmen, die den anerkannten Regeln der Technik bzw. der guten fachlichen Praxis entsprechen werden dann berücksichtigt, wenn ein bekanntes Verfahren in neuem Kontext eingesetzt wird.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Maßnahmen die Kriterien erfüllen, wenden Sie sich an den Projektleiter Dr. Joa Bauer. Er wird mit Ihnen das Beispiel durchgehen und eine erste Abschätzung vornehmen. Dieses Prinzip hat sich bereits im Vorgängerprojekt bewährt.

Bezugsrahmen

Benennen Sie den Bezugsrahmen (Unternehmens-, Standort-, Prozess-, Verfahrensebene) der Maßnahme. Geben Sie an, ob es sich um Einzelmaßnahmen oder um ein Gesamtkonzept aus unterschiedlichen Einzelmaßnahmen handelt bzw. ob eine technische Lösung oder strukturelle organisatorische Maßnahmen umgesetzt wurden.

Welche Auswahlkriterien werden angelegt?

Bewertet wird die Breitenwirkung und die Übertragbarkeit der vorgestellten Maßnahmen sowie die Höhe der Einsparpotenziale und der Innovationsgrad. Auch Synergien zwischen Einsparpotenzialen im Bereich Material/Energie/Kosten und der Vermeidung von Umweltbelastungen gehen in die Bewertung ein. Bei bereits erfolgten Maßnahmen sollten die Einsparungen quantifiziert werden. Außerdem sind die Aktualität, der Vorbildcharakter und der Diffusionsgrad wichtig. Bei noch zu realisierenden Maßnahmen kommt es auf das erwartete Einsparungspotenzial, den eingeschätzten Innovationsgrad oder z. B. eine geplante innovative Methodik an. Auch Konzepte aus dem organisatorischen Bereich, die nachvollziehbar zu Material- und/oder Energieeinsparungen führen, können berücksichtigt werden. Bei der Auswahl der Beispiele wird auf eine ausgewogene Abdeckung von Branchen, Technologien bzw. Unternehmensgrößen und Maßnahmenkategorien geachtet.

Wer entscheidet?

Das Vorhaben wurde so angelegt, dass eine Beteiligung weitgehend unbürokratisch möglich ist. Die eingereichten Anträge werden kontinuierlich vom Forschungsverbund (INEC Hochschule Pforzheim, Umwelttechnik BW) gesichtet und fachlich bewertet. Die Entscheidung zur Aufnahme erfolgt durch einen Begleitkreis, der sich jeweils aus Vertreter*innen der beteiligten Wirtschaftsverbände, des Umweltministeriums und der beteiligten Forschungsnehmer zusammensetzt.

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