Deutschland

Dekarbonisierung in der Industrie

Mit dem Förderprogramm „Dekarbonisierung in der Industrie“ unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Projekte in der energieintensiven Industrie, die prozessbedingte Treibhausgasemissionen, welche nach heutigem Stand der Technik nicht oder nur schwer vermeidbar sind, möglichst weitgehend und dauerhaft zu reduzieren.

Was wird gefördert?

Förderfähig sind Projekte in energieintensiven Industrien mit prozessbedingten Emissionen, die geeignet sind, die Treibhausgasemissionen möglichst weitgehend und dauerhaft zu reduzieren. Die Förderung umfasst die Forschung und Entwicklung ab Technologiereifegrad (TRL) 4, die Erprobung in Versuchs- bzw. Pilotanlagen sowie Investitionen in Anlagen im industriellen Maßstab. Hierzu zählen Maßnahmen mit folgendem Fokus:

  • Treibhausgasarme/-neutrale Herstellungsverfahren
  • Innovative und hocheffiziente Verfahren zur Umstellung auf strombasierte Verfahren
  • Erforschung, Entwicklung und Erprobung von Alternativen zu Produkten, die in ihrer Herstellung prozessbedingte Emissionen verursachen
  • Brückentechnologien für substanzielle Schritte hin zur Treibhausgasneutralität

Wer kann mitmachen?

Antragsberechtigt sind Unternehmen sowie Konsortien von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie gehören einer Branche an, die vom Anwendungsbereich des EU-Emissionshandels erfasst wird und prozessbedingte Emissionen aufweist.
  • Sie planen oder betreiben Anlagen, die nach den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes genehmigt sind.
  • Sie haben eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland und planen die Umsetzung des Förderprojekts in Deutschland.

Zur Umsetzung der Vorhaben – insbesondere der Begleitforschung – können Hochschulen, Universitäten und andere Forschungseinrichtungen, unter Leitung eines antragsberechtigten Unternehmens, als Projektpartner eingebunden werden.

Verfahren

Zweistufiges Verfahren:

  • In einer ersten Stufe wird eine Projektskizze eingereicht, die von Fachleuten im KEI und UBA bewertet wird.
  • Nach positiver Beurteilung erfolgt für die zweite Stufe die Aufforderung zur Erstellung und Einreichung eines formalen Projektantrags auf Förderung. Dieser wird vom KEI kaufmännisch-rechtlich sowie gemeinsam mit dem UBA fachlich geprüft und bewertet. Bei positiver Bewertung entscheidet das BMU abschließend über die Förderung.

Die Einreichung von Projektskizzen ist jederzeit möglich. Vorher wird eine Kontaktaufnahme mit dem KEI empfohlen.

Art und Form der Zuwendung

Die Förderung wird als Zuschuss/Investitionszuschuss im Rahmen einer Anteilfinanzierung gewährt (Zuwendung).

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Ansprechpartner

Jürgen Schmidtke

Dipl.-Ing.
Jürgen
Schmidtke
Umwelttechnik BW GmbH
Projektleiter Umwelttechnik
+49 711 252841-27
Friedrichstraße 45
70174 Stuttgart
Deutschland

Fördergeber

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit