Deutschland

Kälte- und Klimaanlagen

Mit dem Förderprogramm für Kälte- und Klimaanlagen wird der Einsatz von Klimaschutz-Technologien in der Kälte- und Klimatechnik gefördert, die dem modernsten Stand der Technik entsprechen. Das Ziel, zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung beizutragen, soll durch die Steigerung der Energieeffizienz, die Minderung des Kältebedarfs sowie durch die Reduktion der Emissionen fluorierter Treibhausgase erreicht werden.

Was wird gefördert?

Förderung von stationären Kälte- und Klimaanlagen:

Stationäre Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen, die mit nicht-halogenierten Kältemitteln betrieben ­werden, wenn die Anlagen neu errichtet bzw. neu installiert werden oder die Kälteerzeugungseinheit neu erstellt wird, jedoch das Kühlmittelsystem (Wasser-, Sole-, Luftverteilsystem) bestehen bleibt UND in Verbindung dazu, ergänzende Komponenten, Systeme sowie zusätzliche Maßnahmen.

Geförderte Modernisierungsmaßnahmen: 

Flüssigkeitskühlsätze und Direktverdampfungsanlagen sowie Wärmepumpen zur Nutzung J8 Prozessabwärme; Kälteanlagen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH); Ab- und Adsorptionsanlagen (ohne Komponenten und Systeme für den Freikühlbetrieb); Kälteerzeuger mit indirekter Verdunstungskühlung bzw. mit adiabatischer Kühlung in Rückkühlern; Kombinationen aus Sorptions- und Kompressionsanlagen (mit jeweils getrennten Förderanträgen); Komponenten und Systeme wie Tiefkühl-(TK)-Stufen, Luftkühler, Rückkühler, thermische Speicher sowie Rohrleitungen von Kühlsolekreisläufen; Komponenten für Wärmepumpenbetrieb, Komponenten zur Abwärmenutzung der Kälteanlage (Integration der ­Wärmerückgewinnung) und Komponenten für den Freikühlbetrieb; Ausführungsplanung bei Flüssigkeitskühlsätzen und Sorptionskältemaschinen; Einbindung von Regenerativenergieanlagen.

Förderung von Fahrzeug-Klimaanlagen in Bussen und Schienenfahrzeugen:

Klimaanlagen, mit denen elektrisch betriebene Busse oder elektrisch betriebene Schienenfahrzeuge ab Werk ausgerüstet werden, sofern diese mit nicht-halogenierten Kältemitteln betrieben werden. Nachrüstung solcher Klimaanlagen wird nur bei Schienenfahrzeugen gefördert. Die Fahrzeuge müssen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einschließlich des Schienenpersonennahverkehrs, im Schienenpersonenfernverkehr sowie im Linienfernverkehr und im Gelegenheitsverkehr im Sinne des Personenbeförderungsgesetzes eingesetzt und überwiegend auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland betrieben werden.

Wer kann mitmachen?

Antragsberechtigt sind

  • gewerbliche Unternehmen,
  • gemeinnützige Organisationen,
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften,
  • Zweckverbände und Eigenbetriebe,
  • Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser sowie kirchliche Einrichtungen, die entweder Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks sind, auf dem sich die Anlage befindet, oder ein vom Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks beauftragtes Energiedienstleistungsunternehmen (Kontraktor).

Verfahren

Die Antragsstellung erfolgt über ein Online-Formular auf der Homepage des BAFA. Mit dem Vorhaben darf erst nach Zugang des Zuwendungsbescheides begonnen werden. Die benötigten Unterlagen sind dem Merkblatt "Förderung von Kälte- und Klimaanlagen nach der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO)" zu entnehmen.

Der Bewilligungszeitraum, innerhalb dessen eine geförderte Anlage abgenommen sein muss (Abnahmefrist), beträgt bei stationären Anlagen 15 Monate und bei Fahrzeug-Klimaanlagen 36 Monate. Über die Abnahme der Anlage ist ein Abnahmeprotokoll anzufertigen. Eine Verlängerung des Bewilligungszeitraums ist möglich.

Kontakt:
Kälte- und Klimaanlagen
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Referat 525 – Kälte- und Klimatechnik
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn

Tel. (0 61 96) 9 08-12 49 (Montag bis Freitag 08:30 Uhr – 12:00 Uhr)

Art und Form der Zuwendung

Die Höhe der Förderung errechnet sich projektbezogen unter der Berücksichtigung der Kälteleistung, der Speicherkapazität sowie der technischen Spezifikationen der Anlage. Die Förderung ist auf 150.000 Euro pro Maßnahme sowie auf maximal 50 % der förderfähigen Ausgaben begrenzt. Bei Fahrzeug-Klimaanlagen ist als Maßnahme die Summe aller in einem Förderantrag zusammengefassten Fahrzeuge zu verstehen. Die Förderhöchstgrenze für die Pauschale zur Einbindung von Regenerativenergieanlagen in stationäre Kälte- und Klimaanlagen liegt bei 30.000 Euro (netto).

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Ansprechpartner

britta.großmann

Britta
Großmann
Company Position
+49 711 252841-45
Friedrichstraße 45
Projektleiterin Energieeffizienz KEFF
70174 Stuttgart
Deutschland

Fördergeber

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Einreichungsfrist

31.12.2023