Deutschland

KMU-innovativ: Bioökonomie

Um das Innovationspotenzial von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich der bioökonomischen Forschung und des nachhaltigen Wirtschaftens langfristig zu stärken, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Mai 2020 die neue Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Bioökonomie“ aufgelegt.

Was wird gefördert?

Gefördert werden technologisch anspruchsvolle Projekte, die die effiziente Nutzung von biologischem Wissen mit innovativen Lösungen vereinen. Im Fokus stehen die Entwicklung und Herstellung zukunftsweisender, klimaneutraler Produkte aus biogenen Ressourcen. Dabei sollen umweltschädliche Emissionen und die Freisetzung von Abfällen minimiert werden.

Konkrete Beispiele für mögliche Anwendungsfelder sind:

  • Etablierung ressourcenschonender, biologischer Prozesse in der chemischen oder verarbeitenden Industrie
  • Erzeugung und Bereitstellung biogener Rohstoffe
  • Entwicklung von Plattformtechnologien zur Erschließung neuer Stoffwechselwege
  • Entwicklung biologischer Methoden/Techniken zur CO2-Konversion

Ein besonderes Augenmerk liegt u. a. auf nachfolgenden Aspekten:

  • Verwendung biobasierter Ressourcen, welche eine nachhaltige und effizientere Verwertung nachwachsender Rohstoffe und ungenutzter Reststoffströme eröffnen
  • Entwicklung umweltfreundlicher Biomaterialien wie Biopolymere und -komposite und biologisch abbaubarer Kunststoffsubstitute
  • Optimierung und Automatisierung biotechnologischer Prozesse und Verfahren durch Digitalisierung und Simulationstechniken
  • Kontrolle und Steuerung mittels smarter, autonomer Sensoren

Wer kann mitmachen?

Gefördert werden:

  • Einzel- und Verbundvorhaben von kleineren, mittleren und mittelständischen Unternehmen mit einer Förderquote von bis zu 50 % je nach Anwendungsnähe des Vorhabens.
  • Projekte der Verbundforschung zwischen KMU bzw. mittelständischen Unternehmen und Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen.

Voraussetzungen für die Förderung

Wichtige Kriterien für eine positive Förderentscheidung sind die Exzellenz und der Innovationsgrad des Vorhabens zusammen mit einem anwendungsbezogenen Beitrag zum Aufbau einer biobasierten Wirtschaft. Die Projekte müssen sich sowohl durch ein signifikantes wissenschaftlich-technologisches Risiko auszeichnen als auch für die Positionierung des antragstellenden Unternehmens am Markt von Bedeutung sein.

Verfahren

Zweistufiges Verfahren:

  • Zunächst sind Projektskizzen (maximal zwölf Seiten) einzureichen. Die Auswahl förderwürdiger Projekte wird i.d.R. innerhalb von zwei Monaten getroffen. Bei der Auswahlentscheidung wird das BMBF von einem Gutachterkreis aus Wissenschaft und Wirtschaft beraten, dessen Zusammensetzung regelmäßig erneuert wird.
  • Zu förderwürdig eingestuften Projekten ist auf Anforderung durch den zuständigen Projektträger ein Vollantrag einzureichen. Die Entscheidung über eine Förderung wird in der Regel innerhalb von zwei Monaten nach Vorlage der vollständigen Antragsunterlagen getroffen.

Art und Form der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Rahmen der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.

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Ansprechpartner

Jürgen Schmidtke

Dipl.-Ing.
Jürgen
Schmidtke
Umwelttechnik BW GmbH
Projektleiter Umwelttechnik
+49 711 252841-27
Friedrichstraße 45
70174 Stuttgart
Deutschland

Fördergeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Einreichungsfrist

15.04.2021