Deutschland

Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte

Ziel des Förderaufrufes ist es, die Umsetzung wegweisender investiver Modellprojekte im kommunalen Klimaschutz zu ermöglichen. Die geförderten Projekte leisten durch ihre direkten Treibhausgasminderungen einen wesentlichen Beitrag zur schrittweisen Erreichung der Treibhausgasneutralität von Kommunen und regen durch ihre bundesweite Sichtbarkeit zur Nachahmung und Umsetzung weiterer Klimaschutzprojekte an.

Förderprojekte sollen jährliche zusätzliche Einsparungen in Höhe von mindestens 70 000 Tonnen CO2-Äquivalent angestrebt. Ein weiteres Ziel ist es zudem, den Fördermitteleinsatz pro vermiedener Tonne CO2-Äquivalent auf 75 Euro pro Tonne zu begrenzen.

Was wird gefördert?

Besonders förderwürdig sind Modellprojekte aus den Handlungsfeldern

  • Abfallentsorgung;
  • Abwasserbeseitigung;
  • Energie- und Ressourceneffizienz;
  • Stärkung des Umweltverbunds, grüne City-Logistik und Treibhausgas-Reduktion im Wirtschaftsverkehr;
  • Smart-City (Vernetzung, Integration und intelligente Steuerung verschiedener umwelttechnischer Infrastrukturen).

Darüber hinaus kann auch für Modellprojekte aus anderen Bereichen, die die Bedingungen dieses Förderaufrufes erfüllen, eine Projektskizze eingereicht werden.

Von einer Förderung ausgeschlossen sind Neubauten sowie Maßnahmen zur kommerziellen Stromerzeugung und Maßnahmen aus dem Bereich Elektromobilität und des Radverkehrs. Weiterhin können Maßnahmen aus Forschung und Entwicklung nicht im Rahmen der kommunalen Klimaschutz-Modellprojekte gefördert werden.

Wer kann mitmachen?

Antragsberechtigt sind Kommunen (Städte, Gemeinden und Landkreise) und Zusammenschlüsse von Kommunen sowie Betriebe, Unternehmen und sonstige Einrichtungen mit mindestens 25 Prozent kommunaler Beteiligung.

Voraussetzungen für die Förderung

  • Das Projekt bewirkt eine Minderung von Treibhausgasen und trägt somit zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung bei. Es ist quantitativ und qualitativ darzustellen, wie und in welchem Umfang der Klimaschutz-beitrag geleistet wird.
  • Die Zuwendungsempfänger werden verpflichtet, mit den für die Evaluierung der geförderten Vorhaben beauftragten Stellen zusammenzuarbeiten
  • Der Beginn des Bewilligungszeitraumes ist frühestens zwölf Monate nach Einreichung der Skizze einzuplanen. Der Bewilligungszeitraum beträgt bis zu vier Jahre.

Verfahren

Das Auswahlverfahren ist zweistufig. In der ersten Stufe reichen die Interessenten eine aussagefähige Projektskizze ein. Sofern die formellen Voraussetzungen erfüllt sind und die Projektskizze hinsichtlich der Bewertungskriterien positiv bewertet wird, erfolgt in der zweiten Stufe die Aufforderung zur Vorlage eines formalen Förderantrags.

Art und Form der Zuwendung

Förderprojekte sollen jährliche zusätzliche Einsparungen in Höhe von mindestens 70 000 Tonnen CO2-Äquivalent angestrebt. Ein weiteres Ziel ist es zudem, den Fördermitteleinsatz pro vermiedener Tonne CO2-Äquivalent auf 75 Euro pro Tonne zu begrenzen.

  • Die Förderquote beträgt  bis zu 70 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.
  • Finanzschwache Kommunen können eine För-derquote von bis zu 90 Prozent erhalten. Als finanzschwach gelten Kommunen, die nach Landesrecht ein Konzept zur Haushaltssicherung aufzustellen haben und das Konzept nachweisen.

Die Mindestzuwendung pro Vorhaben beträgt 200 000 Euro. In den einzelnen Teilvorhaben eines Verbundprojekts müssen Gesamtausgaben entstehen, die eine Zuwendung von mindestens 50 000 Euro ergeben. Die Zuwendung für ein Vorhaben soll 10 Millionen Euro nicht überschreiten.

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Ansprechpartner

Jürgen Schmidtke

Dipl.-Ing.
Jürgen
Schmidtke
Umwelttechnik BW GmbH
Projektleiter Umwelttechnik
+49 711 252841-27
Friedrichstraße 45
70174 Stuttgart
Deutschland

Fördergeber

Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Stichtage

30.04.2020
31.10.2020