Deutschland

Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Bauen und Mineralische Stoffkreisläufe (ReMin)

Die Förderrichtlinie „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Bauen und Mineralische Stoffkreisläufe (ReMin)“ ist Teil des Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklung – FONA³“. Im Mittelpunkt steht dabei die Bauwirtschaft mit ihrer hohen Nachfrage nach Rohstoffen und gleichzeitig großen Mengen an anfallenden mineralischen Abfällen in Form von Baurestmassen.

Was wird gefördert?

Thematische Schwerpunkte der Förderung sind:

  • Bauen in der Kreislaufwirtschaft: Neue Designkonzepte und innovative Bauprodukte, z.B.

o Berücksichtigung der Ressourceneffizienz bei der Planung von Bauwerken
o Vermeidung von Stoffen, die das Recycling erschweren können
o Verlängerung der Lebensdauer von Bauwerken
o Erhöhter Einsatz von gebrauchten Bauteilen und leicht trennbaren Komponenten
o Bewertung neuer Baustoffe
o Prognose der Stoffströme aus dem Rückbau von Gebäuden

  • Verwertung von mineralischen Stoffströmen: Baurestmassen, bergbauliche Rückstände, Aschen, Stäube, Schlacken, z.B.

o Gezielte Anreicherung von Stoffen in Schlacke-, Asche- und Staubphasen
o Aufbereitung mineralischer Stoffströme
o Erzeugung von hochwertigen Baustoffen
o Rückgewinnung von Gips
o Schadlose Verwertung von Störstoffen (z. B. Asbest)
o Sortiertechnologien
o Hemmnisse und Rahmenbedingungen
o Schaffung eines Materialkatasters

Als flankierende Maßnahme soll ein Integrations- und Transferprojekt unterstützt werden.

Wer kann mitmachen?

  • Verbundvorhaben im Bereich der angewandten und industriellen Forschung und Entwicklung (TRL 3-5)
  • Weiterentwicklung und Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen, Pilotvorhaben, industrietauglichen Referenzanlagen, Demonstrationsbauwerken oder produktreifen Prototypen (TRL 6-8)

Antragsberechtigt sind

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (die Antragstellung durch KMU wird ausdrücklich begrüßt)
  • Hochschulen
  • außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Einrichtungen der Kommunen und Länder
  • Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen (wie z. B. Stiftungen und Vereine)

Verfahren

Das Antragsverfahren ist zweistufig:

  1. Projektskizze
  2. förmlicher Förderantrag

Es ist ein Projektträger eingeschaltet.

Diee Vorhaben sollen eine Laufzeit von drei Jahren möglichst nicht überschreiten.

Art und Form der Zuwendung

Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung gewährt:

  • projektbezogene Personal-, Reise- und Sachaufwand
  • Unteraufträge, Dienstleistungen
  • Geräteinvestitionen

 

  • je nach Anwendungsnähe des Vorhabens bis zu 50 %
  • bei Weiterentwicklungs- und Umsetzungsprojekten (TRL 6-8) bis zu 25 % anteilfinanziert

Ansprechpartner

Fördergeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Einreichungsfrist

30.04.2019