Deutschland

Wassertechnologien: Wiederverwendung

Die Förderrichtlinie ist Teil des neuen Bundesprogramms „Wasser-Forschung und Wasser-Innovationen für Nachhaltigkeit – Wasser:N“. Sie liefert Beiträge zur Leitinitiative Green Economy/Ressourcen und Rohstoffe.

Ziel ist ein Beitrag zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit im In- und Ausland zu leisten.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Verbundprojekte für die Wasserwiederverwendung in folgenden Themengebieten

Wasserwiederverwendung durch Nutzung von behandeltem kommunalem Abwasser

  • Schonung des Grundwassers
  • Nährstoffnutzung bei der Bewässerung
  • Entfernung von Spurenstoffen und Antibiotikaresistenzgenen
  • Kontrolle und Steuerung der Wassermengen- und Wasserqualitätsentwicklung (Digital GreenTech)
  • Aufbereitungsverfahren zur Wasserwiederverwendung

Kreislaufführung von industriell genutztem Wasser

  • Wasseraufbereitung für eine abwasserfreien Produktion (Zero Liquid Discharge, ZLD).
  • Wasserwiederverwendung in Kombination mit Roh- und Wertstoffrückgewinnung
  • Verfahren zur Abtrennung von Salzen aus dem Kreislaufwasser
  • Effiziente Wasserkreislaufführung und Stoff- sowie Energierückgewinnung (Digital GreenTech).

Aufbereitung von salzhaltigem Grund- und Oberflächenwasser

  • Energieeffizienten Entsalzungsverfahren für Anlagen mit kleinen und mittleren Durchsätzen
  • Optimierung hinsichtlich eines dynamischen Betriebs (Volllast- und Teillastbetrieb sowie Stillstände)
  • Umweltfreundlichen Verfahren zur Vorbehandlung der salzhaltigen Wässer
  • Minimierung von Scaling- und Fouling-Vorgängen
  • Umweltfreundlichere Entsorgung der Salzkonzentrate („Brine“)

Generell werden Projekte gefördert mit erhebliche gesellschaftliche Bedeutung und außschließlich Verbundprojekte.

Wer kann mitmachen?

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (die Antragstellung durch KMU wird ausdrücklich begrüßt)
  • Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Einrichtungen der Kommunen und Länder, Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen (wie z. B. Stiftungen und Vereine)

Verfahren

Das Antragsverfahren ist zweistufig:

  1. Projektskizze bis zum 13. September 2019
  2. förmlicher Förderantrag

Es ist ein Projektträger eingeschaltet. Die Projektlaufzeit sollte nicht länger als 3 Jahre sein.

Art und Form der Zuwendung

Die Zuwendungen werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung gewährt:

  • projektbezogene Personal-, Reise- und Sachaufwand
  • Unteraufträge, Dienstleistungen
  • Geräteinvestitionen

Förderhöhe:

  • 100 % der Kosten für Grundlagenforschung
  • 50 % der Kosten für industrielle Forschung
  • 25 % der Kosten für experimentelle Entwicklung
  • 50 % der Kosten für Durchführbarkeitsstudien

Erhöhungen je nach größe des KMU möglich

Ansprechpartner

Fördergeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Einreichungsfrist

13.09.2019